← Alle DJs entdecken
I Hate Models mit schwarzer Gesichtsmaske am DJ-Pult beim Babcock Festival im Juni 2024 in Frankreich.

DARKXNASH · DJ-Porträts

I Hate Models

Zwischen brachialem Industrial Techno und melancholischer Euphorie: I Hate Models verwandelt Acid, Trance und Rave-Energie in intensive, emotionale Clubnächte.

  • Industrial Techno
  • Hard Techno
  • Acid Techno
  • Trance
  • EBM
Herkunft
Frankreich
Signature Sound
Brachiale Kicks, euphorische Trance-Flächen, düstere Industrial-Texturen und emotionale Breaks

Über I Hate Models

I Hate Models ist ein französischer DJ und Produzent, der wie kaum ein anderer harte, industrielle Clubmusik mit intensiven Gefühlen verbindet. Hinter dem Namen steht die Idee, sich nicht in musikalische Schubladen pressen zu lassen. Seine Sets und Produktionen leben vom Kontrast: rohe Rhythmik trifft auf Melancholie, Nostalgie auf Euphorie, zerstörerische Energie auf beinahe schwebende Melodien. Die oft maskierte Bühnenfigur hält die Aufmerksamkeit auf Klang und Erlebnis.

Schon vor seiner Techno-Karriere prägten ihn verschiedene musikalische Welten, darunter Punk, Metal und Hip-Hop. 2015 erschien mit „Persephone“ eine frühe Veröffentlichung; 2016 sorgte die EP „Warehouse Memories“ auf ARTS mit dem Track „Daydream“ für Aufmerksamkeit. Statt auf ein festes Genre zu setzen, kombinierte er Acid-Linien, wuchtige Kicks, raue Texturen und weite, nostalgische Synthesizer-Flächen – eine Handschrift, die seine Karriere bis heute prägt.

2019 veröffentlichte I Hate Models sein Debütalbum „L’Âge des Métamorphoses“ auf Perc Trax. Die umfangreiche Platte zeigt das gesamte Spektrum seines Sounds: von aggressivem, industriell gefärbtem Techno bis zu zerbrechlichen, atmosphärischen Passagen. Auch Remixe für Depeche Mode und Perc sowie Veröffentlichungen auf ARTS, VOITAX, Khemia und anderen Labels belegen seinen vielseitigen Ansatz. 2021 gründete er mit Disco Inferno seine eigene Plattform für Musik und Rave-Kultur.

Tracks wie „Werewolf Disco Club“ und seine schnelle Neuinterpretation von „Toro“ wurden zu markanten Momenten seiner Clubästhetik. Mit der 2024 veröffentlichten EP „Forever Melancholia“ rückte er die emotionale Seite erneut in den Mittelpunkt; dazu gehören „For My People“, „Twin Souls“ und „Nostalgica“. Am 29. Mai 2026 erschien außerdem sein „Never Alone Remix“ von „Slave to the Rithm“ von ILLENIUM und Bring Me The Horizon – ein weiteres Beispiel für die Offenheit gegenüber musikalischen Grenzgängen.

Auf internationalen Bühnen ist seine Energie ebenso prägend wie auf Platte. Sein Boiler-Room-Auftritt beim Teletech Festival 2024 wurde zu einem vielgesehenen Set, und 2025 veröffentlichte der Künstler einen vollständigen Mitschnitt seines Auftritts beim Ultra Music Festival Miami. Hinter der oft dunklen Ästhetik steckt dabei mehr als maximaler Druck: Seine Musik will etwas auslösen, nicht nur den Takt vorgeben.

Sound und Set-Stil

Wie klingt I Hate Models? Wie der Moment, wenn nach einem brutalen Industrial-Break plötzlich eine Trance-Melodie aufreißt und der ganze Floor zwischen Gänsehaut und Eskalation kippt. Seine Tracks verbinden harte, verzerrte Kickdrums, Acid-Sequenzen, EBM- und Rave-Einflüsse mit emotionalen Akkorden, langen Spannungsbögen und überraschenden Richtungswechseln. Härte und Melancholie sind keine Gegensätze, sondern das Zentrum seiner Musik.

Typisch sind dynamische DJ-Sets statt starrem Dauergeballer: Maschinenhafte Grooves verdichten sich, die Spannung wächst, dann kommt ein euphorischer Release oder ein kompromissloser neuer Rhythmus. Inspirationsquellen aus Trance, Cold Wave, Industrial und frühem Rave werden hörbar, ohne dass die Sets in einer einzigen Stilrichtung aufgehen. Wer nur schnellen Hard Techno erwartet, entdeckt bei I Hate Models auch Verletzlichkeit und Nostalgie.

Für den Einstieg empfehlen sich „Daydream“ aus der EP „Warehouse Memories“, das Album „L’Âge des Métamorphoses“, „Werewolf Disco Club“ sowie die EP „Forever Melancholia“. Wer seine Wirkung auf dem Floor verstehen will, sollte sein Boiler-Room-Set vom Teletech Festival 2024 oder den offiziellen Mitschnitt vom Ultra Miami 2025 anschauen. Dunkle Warehouse-Energie, massive Drops und emotionale Momente – genau diese Mischung macht I Hate Models unverwechselbar.

Auf einen Blick

  • Französischer DJ und Produzent; seit Mitte der 2010er mit eigenen Releases aktiv
  • Früher Track: „Persephone“ (2015); Durchbruch-EP „Warehouse Memories“ (2016) mit „Daydream“
  • Debütalbum: „L’Âge des Métamorphoses“ (2019, Perc Trax)
  • Gründer des eigenen Labels Disco Inferno (2021)
  • Bekannte Releases: „Werewolf Disco Club“, „Toro“-Edit und „Forever Melancholia“ (2024)
  • 2026: „Slave to the Rithm (I Hate Models Never Alone Remix)“ mit ILLENIUM / Bring Me The Horizon
  • Sound zwischen Industrial Techno, Acid, Trance, EBM und emotionalen Melodien
  • Sets u. a. Boiler Room x Teletech Festival 2024 und Ultra Miami 2025

In den Sound eintauchen

Offizielle Links

Redaktionelles DJ-Porträt von DARKXNASH.