I Hate Models ist ein französischer DJ und Produzent, der wie kaum ein anderer harte, industrielle Clubmusik mit intensiven Gefühlen verbindet. Hinter dem Namen steht die Idee, sich nicht in musikalische Schubladen pressen zu lassen. Seine Sets und Produktionen leben vom Kontrast: rohe Rhythmik trifft auf Melancholie, Nostalgie auf Euphorie, zerstörerische Energie auf beinahe schwebende Melodien. Die oft maskierte Bühnenfigur hält die Aufmerksamkeit auf Klang und Erlebnis.
Schon vor seiner Techno-Karriere prägten ihn verschiedene musikalische Welten, darunter Punk, Metal und Hip-Hop. 2015 erschien mit „Persephone“ eine frühe Veröffentlichung; 2016 sorgte die EP „Warehouse Memories“ auf ARTS mit dem Track „Daydream“ für Aufmerksamkeit. Statt auf ein festes Genre zu setzen, kombinierte er Acid-Linien, wuchtige Kicks, raue Texturen und weite, nostalgische Synthesizer-Flächen – eine Handschrift, die seine Karriere bis heute prägt.
2019 veröffentlichte I Hate Models sein Debütalbum „L’Âge des Métamorphoses“ auf Perc Trax. Die umfangreiche Platte zeigt das gesamte Spektrum seines Sounds: von aggressivem, industriell gefärbtem Techno bis zu zerbrechlichen, atmosphärischen Passagen. Auch Remixe für Depeche Mode und Perc sowie Veröffentlichungen auf ARTS, VOITAX, Khemia und anderen Labels belegen seinen vielseitigen Ansatz. 2021 gründete er mit Disco Inferno seine eigene Plattform für Musik und Rave-Kultur.
Tracks wie „Werewolf Disco Club“ und seine schnelle Neuinterpretation von „Toro“ wurden zu markanten Momenten seiner Clubästhetik. Mit der 2024 veröffentlichten EP „Forever Melancholia“ rückte er die emotionale Seite erneut in den Mittelpunkt; dazu gehören „For My People“, „Twin Souls“ und „Nostalgica“. Am 29. Mai 2026 erschien außerdem sein „Never Alone Remix“ von „Slave to the Rithm“ von ILLENIUM und Bring Me The Horizon – ein weiteres Beispiel für die Offenheit gegenüber musikalischen Grenzgängen.
Auf internationalen Bühnen ist seine Energie ebenso prägend wie auf Platte. Sein Boiler-Room-Auftritt beim Teletech Festival 2024 wurde zu einem vielgesehenen Set, und 2025 veröffentlichte der Künstler einen vollständigen Mitschnitt seines Auftritts beim Ultra Music Festival Miami. Hinter der oft dunklen Ästhetik steckt dabei mehr als maximaler Druck: Seine Musik will etwas auslösen, nicht nur den Takt vorgeben.